In den vergangenen Monaten hatten viele von uns etwas mehr Zeit und beschäftigten sich mit neuen Hobbies und anderen Möglichkeiten des Zeitvertreibs in den eigenen vier Wänden. So wurden etwa duftende Sauerteig-Brote gebacken, verstaubte Brettspiele ausgegraben oder die Liebe zur Gartenarbeit wieder neu entdeckt. Neben analogen Hobbies reüssierten auch digitale Angebote zum täglichen Begleiter während der Quarantäne. Video-Streaming, Podcasts, Hörbücher und Online-Spiele ersetzten Lokalbesuche und Kulturveranstaltungen als Abendprogramm.

Und so verbreitete sich auch TikTok, die chinesische Videoplattform, die vor allem bei Teenagern schon seit vergangenem Jahr äußerst beliebt ist, bei den über 30-Jährigen und darüber hinaus. Die „Neuen“ auf TikTok blieben nicht lange nur stille Zuseher, sondern kreierten selber witzige TikToks und etablierten den Hashtag #over30club. Trotz Datenschutzbedenken – die Social Media Plattform ist in chinesischer Hand und machte schon wegen vermeintlichem Datenklau Schlagzeilen – birgt diese Plattform enormes Potential. Es sind nicht nur Teenies, die Tänze nachmachen oder Karaoke singen. Professionelle TikToker, sogenannte Creator, investierten oft Stunden und Tage in die Ideenfindung und Umsetzung eines einzigen Videos. Viele dieser Creators finden eine Nische und bereiten Themen im TikTok-Stil auf – man kann innerhalb von Minuten lernen, wie man den Cocktail French 75 fachgerecht mixt, wie man aus einem Teppich einen Aufbewahrungskorb näht oder wie verschieden sich Österreicher und Amerikaner beim Restaurantbesuch verhalten. TikTok ist schnell, lustig, bunt.

Wie auch bei Facebook und Instagram erkannten einige Unternehmen sehr früh das Potential dieses sozialen Netzwerks und etablierten sich als First Mover bereits erfolgreich auf der Plattform – mitunter auch um sich als Arbeitgeber zu positionieren. Doch wann macht ein Unternehmens-Auftritt auf TikTok Sinn?

  • Ihre Zielgruppe ist auf TikTok vertreten
    Suchen Sie Lehrlinge oder Berufseinsteiger? Die Chancen stehen hoch, dass sich diese Personen auf TikTok aufhalten und durch zielgruppengerechte Inhalte auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden.

  • Ihre Inhalte sind TikTok-tauglich
    Es macht wenig Sinn die gleichen Inhalte wie auf Facebook, Instagram & Co. zu verwenden. Kreieren Sie zielgruppen- und plattformgerechte Inhalte – auf Tiktok heißt das:
    Je bunter und kreativer es ist, desto besser. Seien Sie schnell und greifen Sie aktuelle Trends auf. Finden Sie Ihren TikTok-Stil, versehen Sie Ihre Videos mit passenden Hashtags und vergessen Sie nicht bei sogenannten „Challenges“ mitzumachen.

  • Sie zählen auf authentische Markenbotschafter
    Womöglich haben Sie bereits Mitarbeiter, die auf TikTok vertreten sind oder sogar selbst Inhalte erstellen? Binden Sie diese in den Prozess mit ein oder machen Sie diese zu Ihren Markenbotschaftern auf TikTok. Menschen, die sich auch in ihrer Freizeit mit TikTok beschäftigen, haben ein gutes Gespür für aktuelle Trends und kennen auch die technischen Aspekte der Plattform.


Auf TikTok ist vieles etwas unbeschwerter und witziger als im realen Leben. Womöglich war auch das ein Grund für den Erfolg der Plattform in den vergangenen Monaten. Ob sich die Plattform wirklich langfristig etablieren und Instagram und Facebook in den Schatten stellen wird, ist noch nicht abzusehen. Dennoch kann TikTok bereits jetzt als ernstzunehmender Konkurrent angesehen werden.

Ist TikTok ein Baustein Ihrer Social Media-Marketingstrategie? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie mir: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

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