Nicht erst die vergangenen Wochen und Monate haben es gezeigt: das touristische Einzelkämpfertum hat ausgedient, wirkungsvoll ist man meist nur gemeinsam. Die synergetische Zusammenarbeit innerhalb von Destinationen bzw. von Unternehmen mit denselben Zielen und Vorstellungen, die Vernetzung mit weiteren Partnern, die zur Zielerreichung beitragen können, sowie der eine oder andere Blick über den Tellerrand – Kooperationen sind ein strategisches Werkzeug, das bei entsprechendem Einsatz unternehmerische Vorteile mit sich bringt.

Dass Kooperationen nicht nur großen Betrieben oder starken Tourismusdestinationen vorbehalten sind, zeigt neben zahlreichen wissenschaftlichen Studien auch die Praxis: gerade kleinere Unternehmen oder Regionen können sehr von der vernetzenden Zusammenarbeit profitieren. Oftmals können gemeinsam Maßnahmen umgesetzt werden, die Einzelbetrieben nur in begrenztem Umfang oder mit erhöhtem Aufwand zur Verfügung stehen.

Die Zielsetzung von touristischen Kooperationen – die Nutzung von Synergien und gesamthafte Steigerung der Effizienz jedes Einzelnen – wird durch folgende Vorteile untermauert:

  • Generieren von Fachwissen und Austausch von Erfahrungseffekten – z.B. durch gegenseitige Lern- und Wissens-Formate und Networking
  • Entwicklung neuer, innovativer Produkte – z.B. durch Know How und Entwicklungs-Energie aus der Gemeinschaft
  • Steigerung des Bekanntheitsgrades – z.B. durch die Erhöhung der Reichweite von gemeinsamen Kommunikationsmaßnahmen aufgrund von Bündelungen von Ressourcen
  • Erschließung neuer Märkte und potenzieller Zielgruppen – z.B. durch synergetische Entwicklungen
  • u.v.m.


Doch nicht jede abgeschlossene Kooperation ist automatisch ein Erfolg, wie die touristische Praxis leider viel zu oft zeigt. Was sind nun also die Erfolgsfaktoren touristischer Kooperationen?

  • Klare Definition der Zielrichtung:
    Eine Kooperation ohne eine klar formulierte und messbare Zielsetzung wird mehr Ressourcen verschlingen, als sie Vorteile bringt. Definieren Sie daher von Anfang an die Ziele und Meilensteine, die Sie gemeinsam mit Ihren Kooperationspartnern erreichen wollen.

  • Verbindlicher Beitrag zur Zielerreichung:
    Die jeweiligen Beiträge der Kooperationspartner zur Zielerreichung können unterschiedlicher Natur sein, und von finanziellem Einsatz, über Fach-Know How und -Erfahrung bis hin zu persönlicher Innovationskraft reichen. Wichtig ist jedoch, die individuellen Beiträge klar zu definieren, verbindlich einzuhalten und damit ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen.

  • Ausgewogenheit in Stärke und Ressourceneinsatz der Kooperationspartner:
    Eine Kooperation ist nur dann erfolgsversprechend, wenn die beteiligten Partner annähernd die gleichen wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen, sowie Ressourcen in die Zusammenarbeit einbringen. Kann ein Partner keine wirksamen Beiträge einbringen und verlässt sich zu sehr auf die anderen, ist ein Ungleichgewicht vorprogrammiert.

  • Engagement bzw. „Zusammenarbeit der Gewillten“:
    Neben dem „Können“ ist auch das „Wollen“ für den Erfolg gemeinsamer Kooperationen relevant. Reine Zweck-Kooperationen führen meist zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis – für niemanden.

  • Mut zur Nutzung der Innovationskraft:
    Einer der größten Mehrwerte von Kooperationen ist die gemeinsame Innovationskraft aller Mitglieder. Mit entsprechendem Mut zur positiven Veränderung und Weiterentwicklung kann entsprechende Aufmerksamkeit und damit touristische Nachfrage generiert werden.

  • Regelmäßiger Blick über den eigenen Tellerrand:
    Die laufende Weiterentwicklung einer Kooperation braucht Offenheit – gegenüber neuen Methoden und Maßnahmen, aber auch gegenüber neuen Kooperationspartnern, auch über Regions- oder gar Branchengrenzen hinweg.

  • Durchhaltevermögen statt Anfangs-Euphorie:
    Kooperationen benötigen Zeit zur Entwicklung, und entfalten ihre Wirksamkeit oftmals erst im Laufe der Zusammenarbeit. Anstelle von kurzlebiger Anfangs-Euphorie ist vielmehr das Durchhaltevermögen der Beteiligten gefordert.


Abschließend die wichtigste Empfehlung: reflektieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Formen der Zusammenarbeit auf deren strategische Ausrichtung und Zielorientierung hin. Kooperationen sind keine „Selbstläufer“ – dementsprechend müssen die inhaltlichen Rahmenbedingungen ggf. zur Zusammenarbeit von Zeit zu Zeit nachgeschärft werden, um die Kooperation mit Leben zu füllen.

Kontaktieren Sie uns – gerne unterstützen wir Sie, die Wirksamkeit Ihrer touristischen Kooperationen weiter zu entwickeln und das volle Potenzial auszuschöpfen! Gerne stehen wir Ihnen auch für eine Zweitmeinung durch einen Blick „von außen“ zur Verfügung.

- von Marcus Linford, MA MITHM, Senior Consultant und Partner der conos gmbh
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