Crowdfunding im Tourismus: Schwarmfinanzierung für den Erhalt touristischer Infrastruktur
Wenn Liftanlagen, Pisten oder touristische Infrastruktur modernisiert werden müssen, wird die Finanzierung gerade für kleine Anbieter zur Herausforderung. Erste Skigebiete setzen daher auf Crowdfunding und Bürgerbeteiligung – getragen von Einheimischen, Stammgästen und lokalen Unternehmen. Was das für den Tourismus bedeutet, welche Motive dahinterstehen und wo Chancen, aber auch Risiken liegen, zeigen aktuelle Beispiele aus der Praxis.
Crowdfunding spielt im Tourismus eine immer größere Rolle, insbesondere wenn es darum geht, kleinere touristische Angebote langfristig zu erhalten. Doch wer ist daran beteiligt? Im Falle touristischer Infrastrukturen sind es nicht nur Privatpersonen, die eine emotionale Bindung zur Region haben, sondern auch lokale Betriebe, die mit dem Skigebiet oder dem touristischen Angebot wirtschaftlich verbunden sind. Dazu zählen etwa Sportartikelhändler, Gastronomiebetriebe oder Hotels, die direkt an die Wertschöpfungskette gekoppelt sind. Auch sie haben ein starkes Interesse daran, dass die Infrastruktur erhalten bleibt.
Manuela Wiesinger von der conos gmbh betont, dass Crowdfunding weit mehr sein kann als ein reines Finanzierungsinstrument:
„Durch einen Finanzierungsbeitrag aus der Region lässt sich das Commitment für touristische Infrastruktur nachhaltig stärken. Es geht nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern auch um das Gefühl, gemeinsam etwas zu bewirken. Gleichzeitig gilt: Je nach Modell können Risiken entstehen – deshalb ist es entscheidend, die Rahmenbedingungen transparent zu kommunizieren und realistisch einzuordnen.“
Insgesamt zeigt sich: Crowdfunding kann im Tourismus ein wirkungsvolles Instrument sein, um Projekte zu ermöglichen, regionale Identifikation zu stärken und die Zukunftsfähigkeit von Destinationen aktiv mitzugestalten.
Zum Beitrag auf ORF ECO
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte: Der Beitrag „ECO vom 08.01.2026“ (Magazin, ab ca. Minute 10:00) mit Manuela Wiesinger beleuchtet Crowdfunding und Bürgerbeteiligung im Kontext von kleinen Skigebieten anhand konkreter Beispiele. Der Beitrag ist über ORF ON abrufbar – ohne Anmeldung und ohne Konto:
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