Aktuelle Camping-Dynamik in Österreich
Beim 3. Campinggipfel Austria hat Arnold Oberacher im Rahmen seines Impulsvortrags ein Update zur Frage geben:
Was ist seit der 1. Campingstudie Österreich tatsächlich passiert – und was heißt das für die weitere Entwicklung?
Die zentrale Erkenntnis: Camping bleibt ein überdurchschnittlich dynamisches touristisches Segment. 2025 wurden in Österreich rund 8,8 Mio. Camping-Nächtigungen erreicht, das entspricht +5,6 % gegenüber 2023. Gleichzeitig wachsen Ankünfte noch stärker, Aufenthalte werden kürzer, Saisonränder gewinnen an Bedeutung und der Wettbewerbsdruck steigt.
Damit bestätigt sich vieles aus der Studie 2024 — allerdings mit einer wichtigen Präzisierung: Camping hat heute weniger ein Nachfrageproblem als ein Umsetzungsproblem. Erfolgreich sind künftig nicht automatisch jene Standorte mit der besten Naturkulisse, sondern jene mit der besseren Produkt-, Saison- und Vertriebslogik.
Aus Sicht von Arnold Oberacher sind dafür vor allem diese Handlungsfelder entscheidend:
- Digital- & Vertriebsoffensive: Buchbarkeit muss Mindeststandard werde
- Ganzjahres- und Schultersaison-Offensive statt reiner Hochsaisonlogik
- nachweisbare Nachhaltigkeit als Hygienefaktor
- offizielle Stellplatz- und Besucherlenkung als Antwort auf kürzere, spontanere Aufenthalte
- ein klares, akkordiertes Profil für „Campingland Österreich“
- Internationalisierung als strategisches Risikomanagement.
Unser conos-Fazit daher: Österreich ist im Camping stark positioniert — jetzt braucht es Mut zur Innovation, Professionalität und konsequente Umsetzung.
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